Natürlich Entwässern wie geht das?

Natürlich Entwässern: Ausgewählte Hausmittel und Lebensmittel als Hilfe

Wasser ist der Quell unseres Lebens. Ebenso muss niemand lange Zeit suchen, um einen der wichtigsten und allgemeinsten Gesundheitstipps überhaupt zu erhalten: Jeden Tag reichlich Wasser trinken und damit ausreichend hydrieren! Nun entsteht für einige Menschen mitunter ein Widerspruch zwischen dem Vorhaben viel zu trinken und dem Vorhaben einer Entwässerung. Es lohnt sich deshalb in jedem Fall, sich einmal näher mit diesem Thema zu beschäftigen. So kann jeder für sich selbst feststellen, warum es sinnvoll ist sich zu entwässern und wie das auf natürliche Art und Weise gelingt.

Entwässern: Warum soll der Körper Flüssigkeit verlieren?

Der Widerspruch, einerseits viel Wasser am Tag zu trinken und andererseits eine Entwässerung gezielt zu forcieren, lässt sich in der Praxis relativ einfach erklären. Natürlich sollte jeder Mensch ausreichend Wasser trinken, um nicht zu dehydrieren und zugleich eine optimale Funktionalität aller Organe und des Kreislaufs zu unterstützen. Daran ändert eine Entwässerung nichts, denn bei dieser geht es keinesfalls darum den Körper gezwungenermaßen zu dehydrieren. Wasser ist nach wie vor der Quell des Lebens und wird das auch bleiben, beim Entwässern geht es hingegen viel mehr darum, das unfreiwillig eingelagerte Wasser aus dem Gewebe zu entfernen. Genau hier leistet es nämlich nicht die tolle Arbeit, die es eigentlich im Körper leisten soll und muss. Im Gewebe eingelagert wird Wasser zu einer mitunter großen Belastung, die eine Vielzahl von Symptomen mit sich bringen und den Alltag erheblich erschweren kann.

Nachdem nun also geklärt ist, warum man weiterhin gesund trinken sollte, soll es einmal um die spezifischen Vorteile einer Entwässerung gehen. Im medizinischen Sinne wird diese eher selten angewandt, ist aber längst keine Rarität. In Gewebe eingelagertes Wasser kann eine Vielzahl von Beschwerden auslösen, beispielsweise Ödeme, welche nicht nur das allgemeine Wohlbefinden, sondern auch das Selbstvertrauen angreifen. Zuletzt gilt es erst einmal festzustellen, warum es überhaupt zu Einlagerungen von Wasser gekommen ist. Diese können auf Erscheinungen der Wechseljahre bei der Frau zurückzuführen sein, mitunter aber ein erstes Indiz für eine Erkrankung der Venen, Nieren oder sogar des Herzens darstellen. Bevor Sie mit einem Hausmittel, Cranberry oder anderen später erwähnten, natürlichen Stoffen entwässern, sollten Sie immer Rücksprache mit Ihrem Hausarzt halten.

Der Arzt hat die Aufgabe zu ermitteln, warum es zu diesen Einlagerungen gekommen ist und ob diese konkret auf eine Fehlfunktion einzelner Organe zurückzuführen sind. Sollte das der Fall sein, gehört das natürlich separat behandelt. Eine Entwässerung dient, wie ihr Name bereits vermuten lässt, zum Entwässern des Körpers und zur Entlastung. Sie kann aber keine konkreten Erkrankungen an den Nieren oder am Herzen behandeln. Sollten diese der Auslöser dafür sein, dass es überhaupt zu einem Flüssigkeitsstau im Körper gekommen ist, muss dieser vom Arzt separat behandelt werden. Zudem sollten Sie mit Ihrem Arzt das Vorhaben einer natürlichen Entwässerung über bewährte Hausmittel absprechen. Ärzte neigen mitunter dazu chemische Entwässerungsmittel, sogenannte „Diuretika“, zu verschreiben. Diese funktionieren zweifelsfrei, führen aber dazu, dass wichtige Nährstoffe und Elektrolyte ausgeschieden werden. Das könnte in weiteren gesundheitlichen Problemen resultieren und stellt eine ganz eigene Belastung für den Körper dar. Natürliche Hausmittel sind verträglicher und müssen nicht unbedingt eine schlechtere oder weniger effektive Wirkung vorweisen.

Bevor hier konkrete Tipps zur Entwässerung gegeben werden, gilt es darauf hinzuweisen, dass eine Entwässerung immer in Maßen vorgenommen werden sollte. Egal ob diese aufgrund einer körperlichen Entlastung stattfindet, weil sich ein Athlet auf einen wichtigen Wettkampf vorbereitet oder weil ein Bodybuilder auf der Bühne besonders knackig aussehen muss: Wasser ist und bleibt das Lebenselixier und sollte natürlich weiterhin getrunken werden. Es geht nicht darum zu dehydrieren und den Motor des Körpers lahm zu legen oder Kreislaufprobleme zu erhalten. Auch deshalb ist es vor der Anwendung einer Entwässerung immer hilfreich, wenn Sie noch einmal ein umfassendes Gespräch mit Ihrem Hausarzt führen.

Entwässern mit Köpfchen: Besonders im Sommer und bei sitzenden Arbeiten

Die Chance unter eingelagertem Wasser zu leiden ist bei Frauen wesentlich höher als bei Männern. Vor allem Ödeme sind es, beispielsweise in den Waden oder Oberschenkeln, die im Sommer nicht nur unschön aussehen und am Selbstbewusstsein kratzen, sondern oft auch schmerzen oder zumindest für ein generelles Unwohlsein sorgen. Wurde mit dem Arzt geklärt, dass hinter diesen kein konkreter, zu behandelnder medizinischer Grund steckt, hilft es den Körper zu entwässern. Ein wichtiges Hausmittel ist Bewegung. Das Risiko Wasser einzulagern steigt, wenn Betroffene besonders viel sitzen oder liegen. Menschen mit Bürojobs sind daher häufiger von diesen Einlagerungen betroffen als Menschen, die in ihrer Arbeit sehr viel Bewegung erhalten oder vielleicht sogar den Körper fordern. Als gutes Hausmittel ist daher erst einmal Bewegung angesagt, selbst wenn diese am Anfang schmerzen könnte.

Besonders eine ausgeprägte Wadenmuskulatur ist hilfreich, denn durch sie wird der Lymphfluss unterstützt, was wiederum zu einer natürlichen Entwässerung der Beine führt. Eine der wichtigsten Sportarten ist das Radfahren. Eine kleine Radtour kann Wunder wirken und die Beine einerseits trainieren und andererseits entlasten. Schon nach wenigen Wochen des mehr oder minder regelmäßigen Fahrens werden Sie Verbesserungen feststellen, sei es optischer Natur oder einfach weil sich die Beine gesünder und frischer anfühlen. Natürlich müssen Sie es nicht direkt übertreiben. Jedes Hausmittel sollte sorgfältig angewandt werden. So ist es für untrainierte Menschen durchaus eine Überlegung wert, wenn die Radtour erst einmal für die Zukunft geplant wird, dafür aber der tägliche Arbeitsweg bei gutem Wetter mit dem Rad angetreten wird. Wichtig ist einfach nur, dass die Beine trainiert und damit entwässert werden. Eine gute Alternative dazu ist regelmäßiges Schwimmen. Hier wird der ganze Körper durch den natürlichen Widerstand des Wassers trainiert, während zugleich die Durchblutung gefördert wird. Weiterhin trägt Wasser Gewicht und empfiehlt sich als Hausmittel daher besonders gut für Übergewichtige.

Klassisches Hausmittel: Ernährung anpassen und viel trinken!

Viel trinken? Das hört sich mitunter paradox an, ist aber wirklich so! Wie bereits eingangs erwähnt, geht es beim Entwässern nicht darum, sich zu dehydrieren und die eigene Gesundheit zu gefährden. Wer viel Wasser trinkt regt den Stoffwechsel des Körpers an und geht außerdem häufiger auf die Toilette, wodurch wiederum viele Giftstoffe auf natürliche Art und Weise den Körper verlassen. Wer sich das klassische Hausmittel zu Nutze machen möchte, sollte aber darauf achten was getrunken wird. Gemeint sind hier nämlich ausschließlich Schorlen, verschiedene Kräutertees oder Wasser. Wer stattdessen Limonaden, Kaffee oder gar Alkohol trinkt, der tut seinem Körper damit natürlich keinen Gefallen, sondern belastet diesen nur noch weiter.

Es ist außerdem sehr hilfreich, wenn Salz weitestgehend aus der Ernährung gestrichen wird. Wer in seiner Ernährung komplett auf Salz verzichten möchte, kann das natürlich ebenso. Salz hat nämlich eine bindende Funktion im Körper, wobei es spezifischer noch Wasser bindet. Dadurch kann der Körper das Wasser weder effektiv verarbeiten noch nach der eigentlichen Verarbeitung ausscheiden. Dadurch staut es sich zwangsweise im Körper, was dann zu schmerzhaften und unschönen Wassereinlagerungen führen kann. Ein wichtiges Hausmittel kommt also aus dem Verzicht: Salz sparsam anwenden oder ganz darauf verzichten. Wer nicht darauf verzichten mag, weil er seine Ernährung gern mit Salz würzt, der sollte zumindest nicht mehr als vier bis sechs Gramm pro Tag nutzen – je nach Körpergröße und Gewicht. Zierliche und kleine Personen sollten die vier Gramm nicht überschreiten. Mit Zucker verhält es sich übrigens ähnlich. Besonders zuckerhaltige Speisen und Getränke gehören also vorsichtshalber aus der Ernährung gestrichen.

Bewährte Hausmittel finden sich sowohl in der Ernährung als auch bei der sportlichen Aktivität. Eine Kombination aus beiden Methoden ist durchaus ratsam. Speziell bei der Ernährung geht es aber nicht nur um den Verzicht, denn ebenso gibt es reichlich Lebensmittel, die die Entwässerung im Körper fördern und oftmals sogar noch viele weitere positive Effekte auslösen. Auf diese soll nun einmal in den folgenden Abschnitten eingegangen werden. Von einem echten Alleskönner haben Sie vielleicht schon gehört: Der Cranberry, der als Hausmittel eine elementare Rolle beim Entwässern einnimmt.

Lebensmittel die beim Entwässern helfen: So passen Sie Ihre Ernährung an

Natürlich gibt es Lebensmittel, die im Körper eine entwässernde Funktion haben. Was für einige Menschen vielleicht überraschend ist: Es gibt sogar sehr viele entwässernde Lebensmittel. Das ist insofern hilfreich, als das dadurch noch der persönliche Geschmack berücksichtigt werden darf. Viele Lebensmittel garantieren fast schon, dass beim Entwässern niemand ein Hausmittel probieren muss, was ihm selber vielleicht nicht schmeckt oder gegen das eine Unverträglichkeit besteht. Generell sind viele Lebensmittel, die beim Entwässern genutzt werden, aber sehr verträglich und oftmals sowieso ein Bestandteil der eigenen Ernährung. Die zwei bekanntesten Lebensmittel sind mit Sicherheit der Spargel und die Cranberry. Zumindest Spargel dürfte bei vielen Deutschen in der Saison sowieso ein Lebensmittel sein, was häufiger einmal in der Küche landet. Spargel sollte aber mit Maß und nicht in Massen verzehrt werden. Dieses Lebensmittel enthält Purine, die Gicht fördern können.

Die Cranberry ist ein echter Alleskönner, vor allem Männer sollten Cranberry-Saft eigentlich immer im Haushalt haben. Die Cranberry hilft der Blase lästige Giftstoffe auszuspülen, da sie diese bindet und sie dann ganz bequem über den Urin ausgeschüttet werden. Die Cranberry hat außerdem einen positiven Effekt auf die Prostata, weshalb sie als Bestandteil der Ernährung vor allem bei Männern eine wichtige Rolle einnehmen kann. Durch die Entgiftung, ausgelöst durch die Cranberry, gepaart mit einer leicht antioxidantischen Wirkung, lassen sich viele kleinere Entzündungen an der Prostata und Blase effektiv angehen. Das ist zum Beispiel dann ratsam, wenn Männer häufiger auf die Toilette müssen, obwohl eigentlich gar nicht viel getrunken wurde. Auch eine unnatürlich vergrößerte Prostata kann mit Hilfe der Cranberry zur natürlichen Genesung bewegt werden. Cranberry ist folglich ein Lebensmittel, welches durchaus viele positive Effekte im Körper auslöst. Keinesfalls ist die Cranberry aber nur für Männer gedacht, denn Frauen können sie ebenso einsetzen. Cranberry gibt es klassisch als Frucht, in Form von Saft oder als Nahrungsergänzungsmittel in Tablettenform. Wird die Cranberry als Tablette eingenommen, ist auf einen namhaften Hersteller zu achten, idealerweise mit einer Produktion in Deutschland oder zumindest in bekannten europäischen Ländern.

Reis ist ein weiteres Lebensmittel, welches Ihnen beim Entwässern hilft. Reis hat außerdem den Vorteil, dass Sie diesen sehr flexibel in die eigene Ernährung einbinden können, da viele Reisgerichte nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund sind. Sie müssen es aber keinesfalls übertreiben! Ein Tag in der Woche, wo Sie Reis essen, reicht völlig aus, um den Körper beim Entwässern zu unterstützen. Essen Sie besonders gern Reis, sollten Sie diesen zumindest nicht mehr als viermal in der Woche essen, schließlich ist eine ausgewogene Ernährung nach wie vor ein bewährtes und vielseitig wirksames Hausmittel. Es ist empfehlenswert, wenn Sie Reis abwechselnd mit Kartoffeln verzehren. Aufgrund der Stärke besitzen diese eine bindende Funktion gegenüber Wasser und können damit beim Entwässern ebenfalls helfen. Achten Sie dann aber vor allem darauf, dass Sie weiterhin genügend trinken.

Obst und Gemüse: Weitere wichtige Lebensmittel mit starkem Effekt

Mögen Sie es stattdessen etwas fruchtiger? Das ist ebenfalls kein Problem, denn Ananas und Wassermelone sind klassische harntreibende Obstsorten, die folglich beim Entwässern helfen, da sie Giftstoffe im Körper im zweiten Schritt noch binden können. Speziell die Ananas ist sehr gesund und eines der Lebensmittel, welches in der Küche immer eine gute Figur abgibt. Im Sommer ist sie außerdem sehr erfrischend. Obstsorten haben auf ganz unterschiedliche Art und Weise einen positiven Effekt. Bei der Ananas ist es die entwässernde Wirkung, welche im Zuge einer Entwässerung besonders hilfreich ist. Selbiges gilt übrigens noch für die Erdbeeren. Bei der Melone (und auch bei Gurken) ist es hingegen der hohe Wassergehalt, welcher positiv wirkt. Es ist hilfreich, sich diesen Unterschied immer vor Augen zu halten. Eine Kombination innerhalb der Ernährung, zwischen entwässernden Lebensmitteln und solchen mit hohem Wassergehalt, kann die Wirksamkeit einer Entwässerung verstärken.

Wer stattdessen lieber Gemüse bevorzugt, der darf seinen Blick auf Möhren, Sellerie, Tomaten und Artischocken richten. Sie sind beim Entwässern weitere wichtige Hilfsmittel, die leicht in die Ernährung eingebunden werden können. Beim Obst und Gemüse sind es außerdem die wichtigen Nährstoffe und Vitamine, die beim Entwässern eine große Hilfe darstellen. Sie haben zwar selber keinen entwässernden Effekt, sorgen aber sekundär dafür, dass alle Organe mitsamt dem Stoffwechsel einwandfrei funktionieren. Dadurch wiederum verarbeitet der Körper das Wasser automatisch sehr gut, wodurch es sich in vielen Fällen gar nicht erst anstaut. Eine ausgewogene Ernährung, beispielsweise mit Reis, Kräutern, Obst und Gemüse, ist also eine exzellente Kombination, um den Körper beim Entwässern zu unterstützen.

Kräutertees: Schmecken lecker, helfen gegen Erkältungen und auch bei der Entwässerung

Pflanzenpower: Auf Spargel, Artischocken und Co. wurde schon eingegangen. Die Cranberry ist sowieso ein echter Alleskönner, der aber noch einen starken Begleiter an die Seite gestellt bekommt: Die Brennnessel! Was in der Kinderzeit bei einem falschen Tritt im Wald schnell ordentlich gejuckt und gebrannt hat, ist als Tee bei der Entwässerung eine starke Hilfe. Die Brennnessel kann Antioxidantien binden und weiterhin auf natürliche, schonende Art und Weise Wasser entziehen. Selbiges gilt übrigens für Birkenblätter, Schachtelhalm, Löwenzahn oder Petersilie. Generell sind Kräutertees nicht nur im Winter eine gute Alternative. Im Sommer können Sie diese kalt trinken und damit direkt überschüssiges Wasser loswerden und sich andererseits ausreichend hydrieren.

Unser Tipp speziell zu Kräutertees im Frühling und Sommer: Kochen Sie bereits am Morgen eine große Kanne. So können Sie die ersten zwei Tassen heiß bis warm trinken, um gut in den Tag zu starten. Den restlichen Tag können Sie den verbleibenden Tee in der Kanne „abarbeiten“ und damit ein gutes, gesundes Pensum erreichen, welches für eine natürliche und fortlaufende Entwässerung sorgt, während der Körper zugleich zuverlässig hydriert wird. Selbiges klappt übrigens auch mit Cranberry-Saft, wobei es hier nicht zwingend eine ganze Kanne sein muss. Erinnern Sie sich einfach zweimal am Tag daran, ein Glas Cranberry-Saft zu trinken oder binden Sie diesen als festes Ritual beim Frühstück und/oder Mittag ein.

Yogis haben ein ganz besonderes Hausmittel in petto

Sie mögen Yoga? Dann wissen Sie vielleicht schon, dass im Yoga das eine oder andere Hausmittel existiert, welches ebenfalls beim Entwässern und Entschlacken hilft. So gibt es spezielle Übungen, in denen der Körper angespannt und gedehnt wird, wodurch dieser auf natürliche Art und Weise einerseits Wasser abbaut und andererseits die natürliche Entwässerung anregt. Zugleich haben viele Yoga-Übungen den willkommenen Nebeneffekt, dass sie die Muskulatur im ganzen Körper oder einzelnen Zonen beanspruchen und diese damit trainieren. Schon eingangs wurde erwähnt, dass Sport und Bewegung gute Hausmittel sind, um nervigen Wassereinlagerungen effektiv vorzubeugen.

Yogis haben aber noch ein ganz anderes Hausmittel in petto, welches sich kinderleicht in die eigene Ernährung einbinden lässt: Ein Glas heißes Wasser am Morgen. Das hört sich nicht nur unglaublich simpel an, sondern ist als Hausmittel ohne jede Anstrengung realisierbar. Das Glas heiße Wasser muss auf nüchternen Magen noch vor dem Frühstück getrunken werden. So soll es den Stoffwechsel anregen und dabei helfen, die schädlichen und unerwünschten Giftstoffe abzutransportieren. Außerdem hat das Glas angeblich einen positiven Effekt auf das Hautbild. Anders als viele andere Lebensmittel hier, ist das heiße Glas Wasser immer im Haushalt verfügbar. So können Sie selber einmal probieren, ob Sie einen positiven Effekt verspüren. Für den zusätzlichen Schub Ihres Immunsystems können Sie einige Tropfen Zitrone oder etwas Ingwer zugeben.

Absolute No-Gos: Diese Lebensmittel wirken aktiv gegen die Entwässerung

Im Laufe von diesem Artikel wurden viele Lebensmittel, hilfreiche Bestandteile innerhalb der Ernährung und zahlreiche Hausmittel genannt, die beim Entwässern einen wertvollen Beitrag leisten. Entweder weil diese viel Wasser spenden, weil sie Giftstoffe binden und/oder weil sie der Entwässerung selber behilflich sind. Zahlreiche dieser Lebensmittel und Hausmittel haben außerdem den konkreten Vorteil, dass sie dem Körper wichtige Stoffe spenden, beispielsweise unterschiedliche Vitamine oder einfach Nährstoffe, die für einen optimalen Betrieb aller Organe und des Stoffwechsels sorgen. Wer seine Ernährung anpasst und diese Hausmittel in seinen Alltag einbindet, wird definitiv konkrete Verbesserungen feststellen und sich im Regelfall allgemein besser fühlen.

Genauso gibt es aber auch Stoffe, Lebensmittel und Co., die der Entwässerung überhaupt nicht förderlich sind. Es existiert sogar ein Paradox, wenn man den Alkohol einmal unter die Lupe nimmt. So ist beispielsweise Gin sehr förderlich, andererseits aber eben auch nicht, denn Alkohol hat in einer gesunden Ernährung schlicht und ergreifend keinen Platz. Generell sind koffeinhaltige Getränke und Alkohol für die entwässernde Wirkung bekannt. Hierbei findet aber keine gezielte Entwässerung statt. Viel mehr bekommt der Körper jegliche Flüssigkeit entzogen, wodurch sich eine Dehydrierung einstellt. Genau diese ist im Zuge einer schonenden und wirksamen Entwässerung aber zu verhindern. So hat die Cranberry beispielsweise keinerlei dehydrierenden Effekt, der Spargel trocknet den Körper ebenfalls nicht aus. Alkohol macht aber genau das, weshalb dieser im Zuge einer Entwässerung strikt zu vermeiden ist.

Natürlich ist es bei koffeinhaltigen Getränken und Alkohol generell so, dass diese immer nur mit Maß und nie in Massen getrunken werden sollten. Diese Lebensmittel sind für den Körper im Falle von Alkohol ein konkretes Gift, welches die Organe verarbeiten und später abbauen müssen. Sind die Organe damit beschäftigt, den Alkohol aus dem Körper zu bekommen, können sie ihrer eigentlichen Arbeit gar nicht mehr oder zumindest nicht mehr so effektiv nachgehen. Darunter leidet unter anderem die Entwässerung, zusammen mit vielen anderen Funktionen und Abläufen im Körper. Versuchen Sie Alkohol daher zu meiden, reduzieren Sie Ihren täglichen Koffein-Input und ersetzen Sie diese stattdessen durch Lebensmittel wie Cranberry, Spargel, viel Gemüse und natürlich reichlich Wasser.

Wenn natürliche Stoffe nicht den gewünschten Effekt bringen: Professionelle Hilfe suchen!

Die in diesem Artikel aufgezählten natürlichen und pflanzlichen Stoffe, wie beispielsweise die Cranberry, leisten erwiesenermaßen einen positiven Effekt beim Entwässern. Dennoch kann es sein, dass ein besonders akuter oder intensiver Fall vorliegt, wo diese natürlichen Stoffe einfach nicht ausreichend wirken oder man generell einmal professionelle Hilfe ausprobieren möchte. Ein Sportmediziner könnte Sie beraten, wie Bewegung und mehr Sport eine wichtige Hilfe beim Entwässern werden können. Zugleich existieren vor allem in Großstädten viele Fitnessstudios, die spezielle Kurse und Programme zum Entschlacken anbieten. Denn in einem gut aufgestellten Fitnessstudio kann man weit mehr, als „nur“ Gewichte zu stemmen!

Bei einem Physiotherapeuten können Sie professionelle Lymphdrainagen erhalten. Dafür ist normalerweise kein Rezept notwendig, fragen Sie aber zur Sicherheit noch einmal bei Ihrer Krankenkasse nach, wie sich der Ablauf gestaltet und wie sich die mögliche Kostenübernahme staffelt. Oftmals geht es Betroffenen mit Wasser in den Beinen schon nach wenigen Sitzungen wesentlich besser. Hilft gar nichts, bleibt nur eine weitere Absprache mit dem Hausarzt und mitunter die Einnahme chemischer Mittel, zumindest für einen temporären Zeitraum. Diese sollten aber den letzten Weg markieren und immer ganzheitlich mit einer Umstellung der Ernährung einher gehen.

Natürliche Schlafmittel

Es ist eine Volkskrankheit, an der jährlich unzählige Deutsche leiden: Schlaflosigkeit. Sie zeigt sich im Regelfall in einer Form, wo das Einschlafen schwer fällt und mitunter mehrere Stunden in Anspruch nimmt. Das belastet nicht nur, sondern bringt auch den eigenen Schlafrhythmus gänzlich aus dem Gleichgewicht. Seltener zeigen sich Schlafstörungen durch wiederholtes Aufwachen in der Nacht oder in Extremfällen sogar in Form einer Insomnie, wenn die Schlafstörungen dazu führen, dass Betroffene oft bis in die Morgenstunden nicht einschlafen können. Chemische Mittel helfen weiter, führen aber im Gegenzug mitunter zu Nebenwirkungen, bringen einen Gewöhnungseffekt mit sich oder sind mit anderen Medikamenten nicht kombinierbar. Pflanzliche Schlafmittel sind eine gute Alternative, die durchaus eine starke Wirkung erzielen kann.

Ausreichend Schlaf braucht jeder Mensch: Denn er erfüllt mehrere wichtige Funktionen

Mit Schlafstörungen ist nicht zu spaßen. Genauso wenig handelt es sich um eine zu belächelnde Erkrankung. Der Schlaf ist eine wichtige Phase des Tages, die für das optimale Zusammenspiel von Körper und Geist zwingend nötig ist. Wissenschaftler haben erst kürzlich herausgefunden, dass während des Schlafens eine Entgiftung vom Gehirn stattfindet. Beim Schlaf fließt nämlich mehr Gehirnflüssigkeit durch die Zwischenräume zwischen den Gehirnzellen, wobei verschiedene Schadstoffe herausgespült werden, die nachweislich an Erkrankungen wie Parkinson oder Alzheimer beteiligt sind. Weiterhin speichert das Gehirn wichtiges Erlerntes sogar noch im Schlaf. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort, dass man sich beim Lernen doch ein Buch unter das Kissen soll. Ganz so einfach funktioniert es natürlich nicht, dennoch ist bewiesen, dass das Erlernte vom Tag später in der Nacht „tiefer“ im Gehirn gespeichert wird. Wer also am Vortag einer Prüfung intensiv lernt und dann gut schläft, der wird mit ziemlicher Sicherheit auch bessere Leistungen erzielen.

Für den Körper ist ein gesunder und regelmäßiger Schlaf genauso wichtig – im Regelfall pro Mensch zwischen sechs und neun Stunden pro Tag. Mediziner haben herausgefunden, dass das Infektrisiko erheblich minimiert wird, wenn ein Mensch gesund und ausreichend schläft. Außerdem erhöht sich das Risiko für Krebs, wenn der Schlaf häufig unterbrochen wird. Studien haben ermittelt, dass selbst kleine Krebszellen dann schneller wachsen. Ebenso ist bewiesen, dass der Stoffwechsel positiv durch Schlaf beeinflusst wird. Wer also einen trainierten oder schlanken Körper für den nächsten Sommer wünscht, der sollte nicht nur seine Ernährung umstellen und mehr Sport treiben, sondern zugleich auf einen gesunden Schlaf achten. So wird die Wirkung von Sport und der Ernährungsumstellung noch einmal vervielfacht. Weiterhin ist es kein Geheimnis, dass jeder Mensch leistungsfähiger ist und sich besser fühlt, wenn er in der Nacht zuvor gut geschlafen hat. Das hat mit Sicherheit jeder schon einmal selber gespürt.

Vorsicht vor chemischen Schlafmitteln: Nicht unbedingt die erste Wahl bei Schlafstörungen

Es liegt nahe sich bei Schlafstörungen entsprechende Schlafmittel zu holen, so wie man beispielsweise auch körperliche Krankheiten oder Kopfschmerzen mit entsprechenden chemischen Mitteln mit starker Wirkung angeht. Das muss aber nicht und sollte vor allem bei leichten Schlafstörungen nicht der erste Weg sein. Generell bestehen zwischen chemischen Mitteln natürlich erhebliche Unterschiede, eines haben sie aber alle gemeinsam: Sie sollten nur kurzfristig und nur nach Absprache mit dem eigenen Hausarzt eingenommen werden. Vor allem starke Mittel wie Zopiclon oder Benzodiazepine sind für ihre starke Abhängigkeit bekannt. Zwar erzielen diese Schlafmittel zweifelsfrei eine starke Wirkung, sie führen aber auch zu Nebenwirkungen, während die Abhängigkeit sogar so weit geht, dass ein späterer Entzug denkbar ist.

Deshalb werden chemische Schlafmittel, die verschreibungspflichtig sind, immer Schritt für Schritt abgesetzt, indem eine sich langsam reduzierende Dosierung angewandt wird. So versucht man der entwickelten Abhängigkeit aus dem Weg zu gehen und die damit verbundenen Effekte auf Gehirn und Körper möglichst zu vermeiden. Generell sollten Mittel wie Benzodiazepine nie länger als vier Wochen am Stück eingenommen werden. Spätestens nach vier Wochen ist eine Abhängigkeit unausweichlich, welche zu einer Reihe weiterer Nebeneffekte führen könnte. Vor allem führt diese Gewöhnung aber auch dazu, dass eine konsequent höhere Dosis vom jeweiligen Schlafmittel eingenommen werden muss, um die Schlaflosigkeit überhaupt noch behandeln zu können.

Den Schlafstörungen auf den Grund gehen

Noch bevor eine Behandlung über Hausmittel oder pflanzliche Schlafmittel erfolgt, sollte jeder Mensch versuchen den eigenen Schlafstörungen auf den Grund zu gehen. Meist sind es Veränderungen im Alltag, erheblicher Stress oder vergleichbare mentale Belastungen, die zu Schlafstörungen führen und beispielsweise das Einschlafen erschweren oder dazu führen, dass man häufiger in der Nacht aus dem Schlaf gerissen wird. Hausmittel und pflanzliche Stoffe haben eine bessere Wirkung, wenn sie in Abhängigkeit zum Auslöser der Schlaflosigkeit eingenommen werden. Ziel sollte außerdem nicht sein, natürliche Schlafmittel oder Hausmittel dauerhaft anzuwenden, nur um überhaupt in den Schlaf zu finden. Auch sie sind nur eine temporäre Lösung, die keinesfalls länger als einen Monat am Stück zu nutzen ist. Denn ebenso wie bei chemischen Mitteln, erzielen natürliche Stoffe zwar eine Wirkung, ziehen aber einen Gewöhnungseffekt nach sich.

Bevor pflanzliche Mittel in Erwägung gezogen werden, sollten Sie Ihre abendlichen und nächtlichen Rituale unter die Lupe nehmen. Eine Veränderung hier führt mitunter dazu, dass Hausmittel gar nicht benötigt werden. So sollte ein Schlafzimmer für Sex und zum Schlafen genutzt werden, nicht aber um TV zu schauen, zu lesen, telefonieren oder für andere Dinge, die im Bett eigentlich nichts verloren haben. Wenn Sie das Bett erstmals zum Schlafen überhaupt betreten, fühlen Sie sich da außerdem gleich viel wohler. Zudem sollten Nickerchen zur Mittagszeit oder noch schlimmer am Nachmittag unterlassen werden, um ausreichend Müdigkeit für die Nacht aufzubauen. Schwer verdauliche Speisen, koffeinhaltige Getränke, laute Musik und Alkohol sind ebenfalls ein Tabu. Das Schlafzimmer ist im Idealfall dunkel, ruhig und gut belüftet, die Füße sollten warm sein. Notfalls ziehen Sie sich ein paar leichte Socken über. Widerstehen Sie außerdem dem Drang dauernd auf die Uhr zu schauen, wenn Sie nicht schlafen können. Das macht Sie nur noch nervöser und führt dazu, dass Sie erst recht nicht mehr einschlafen können.

Natürliche Hausmittel und Schlafmittel sind eine verträgliche Alternative

Wenn diese Tipps allesamt nichts helfen und Sie immer noch unter Schlafstörungen leiden, können Sie natürliche Stoffe und Hausmittel als Unterstützung nehmen. Sicher haben Sie schon einmal von Baldrian gehört, dem wohl bekanntesten Helfer, wenn sporadische Schlafstörungen vorliegen. Baldrian besitzt eine beruhigende Wirkung, die erheblich dabei hilft einzuschlafen. Baldrian ist eigentlich eine Heilpflanze, mittlerweile wird diese in vielfältiger Art und Weise weiterverarbeitet, beispielsweise in Tees, Tropfen oder Baldrian-Dragees. Wahlweise können Sie Baldrian in so einem vorgefertigten Schlafmittel kaufen oder Sie fertigen sich die Tinktur selber an, indem Sie Baldrian als Wurzel kaufen.

Wenn Sie Baldrian als natürliche Alternative selber herstellen möchten, schneiden Sie die Wurzel in möglichst winzige Stücke. Dann werden diese Stücke Baldrian in ein dunkles Glas gesteckt und mit hochprozentigem Alkohol (über 40 Prozent) übergossen. Danach verschließen Sie das Glas und schütteln es ein- bis zweimal täglich. Nach einer Woche können Sie den Baldrian abgießen und diesen vor dem Schlafen einnehmen. Ein halber bis ein voller Teelöffel sind ausreichend. Der Baldrian wirkt dann beruhigend und hilft Ihnen schneller einzuschlafen. Ist Ihnen die eigenmächtige Produktion zu viel Aufwand, können Sie natürlich auch fertigen Baldrian in der Apotheke oder im Fachhandel kaufen.

Neben Baldrian werden noch andere natürliche Stoffe wie Melisse, Hopfen oder Lavendel gegen Schlaflosigkeit eingesetzt. Sie haben generell so ziemlich die identische Wirkung zum Baldrian und beruhigen die Nerven, wodurch automatisch eine Müdigkeit einsetzt, sofern sich diese bereits „im Hintergrund versteckt“. Ein leckerer Tee mit Passionsblume oder Kamille wirkt entspannend auf Geist, Seele und Körper, weshalb er eine gute Wahl als Schlafmittel darstellt. Die gespendete Wärme empfinden Sie mit Sicherheit ebenfalls als angenehm, vor allem im Herbst oder Winter. Achten Sie darauf, dass Sie Kamille bei Bedarf durch Hopfenblüten ersetzen können, wenn Ihnen der Geschmack von Kamille nicht zusagt oder Sie diesen Tee beispielsweise eher als Hausmittel bei Durchfall einsetzen. So verhindern Sie ungewollte negative Assoziationen zwischen dem Durchfall und den Schlafstörungen.

Neben Baldrian ist echte Vanille eine pflanzliche Alternative, die Sie ebenfalls einmal ausprobieren können. Vanille hat als natürliche Alternative außerdem den Vorteil, dass sie vielen Menschen sehr lecker schmeckt. Das köstliche Gewürz fand schon im 17. Jahrhundert Anwendung bei Schlafstörungen, geriet dann aber zu Gunsten von Baldrian und Co. etwas in Vergessenheit. Die natürliche Wirkung der Vanille blieb aber natürlich über die Jahrhunderte erhalten. Versuchen Sie die natürliche Vanille mit einem leckeren Tee oder einem Glas warmer Milch zu kombinieren, indem Sie einfach etwas von der Vanille darüber streuseln. Das schmeckt lecker, hilft Stress abzubauen und lockt die Müdigkeit hervor. Milch könnten Sie übrigens auch mit Mandeln kombinieren. Möchten Sie dann noch etwas Vanille hinzugeben, umso besser und effektiver der fertige Schlummertrunk.

Sogar Obst ist eine pflanzliche Alternative

Weil Heilpflanzen wie Baldrian so bekannt sind, gerät Obst meist etwas in den Hintergrund. Zugegebenermaßen gibt es auch nicht wirklich viel Obst, was positiv mit dem Einschlafen und der Schlafqualität in Verbindung gebracht wird. Weintrauben gelten aber als mögliches Hausmittel, weil diese die natürliche Produktion von Melatonin im Körper fördern. Melatonin ist das sogenannte „Schlafhormon“ und damit konkret dafür verantwortlich, wie gut man in der Nacht schläft. Als pflanzliche Alternative und als Hausmittel sind Weintrauben deshalb vor allem dann eine Überlegung wert, wenn Sie Probleme haben in der Nacht durchzuschlafen. Das produzierte Melatonin, ab 300 Gramm Weintrauben, hilft hierbei besonders, weniger beim Einschlafen selber. Pflanzliche Lebensmittel, die viel Vitamin B spenden, können ebenso helfen, darunter beispielsweise Bananen, welche zudem noch an der Produktion der Glückshormone beteiligt sind. Negative Gedanken, die mitunter für die Schlaflosigkeit verantwortlich sind, verfliegen so zwar nicht, aber die zusätzlichen Glücksgefühle nimmt natürlich jeder gern mit. Obst ist aufgrund seiner Wirkung also eine zusätzliche Möglichkeit neben Baldrian und Co.

Magnesium steht ebenfalls in Verbindung zu gutem Schlaf

Schlafstörungen können in Zusammenhang mit einem Magnesiummangel stehen. Das zeigt sich insbesondere dann, wenn Sie häufiger in der Nacht mit Krämpfen aufwachen oder trotz bleierner Müdigkeit einfach nicht in den Schlaf finden. Solch ein Mangelzustand lässt sich über ein Blutbild nachweisen, zugleich können Sie direkt selber Hand anlegen. Eine Möglichkeit ist, zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, die Magnesium enthalten. Aufgrund deren Wirkung handelt es sich hier nicht um pflanzliche Schlafmittel, denn diese Mittel sollen wirklich nur das Magnesiumdefizit ausgleichen. Eine andere Möglichkeit wäre es, wenn Sie die Wahl Ihres Mineralwassers überdenken oder generell mehr Mineralwasser trinken. Auf dem Etikett des Wassers befindet sich immer eine Tabelle mit den enthaltenen Nährstoffen. Achten Sie darauf, dass das gekaufte Mineralwasser einen möglichst hohen Anteil Magnesium besitzt. Dieser sollte mindestens dreimal so hoch wie der Natriumanteil sein, idealerweise zudem über 40 mg. So gleichen Sie das Defizit ganz bequem selber aus, indem Sie einfach genügend Wasser (mind. 2 Liter pro Tag) trinken. Das ist wirklich gesund und ein gutes Hausmittel gegen viele Beschwerden des alltäglichen Lebens.

Ein Hausmittel mit starker Wirkung: Verzichten Sie auf unnötige Aufregung und elektronische Geräte!

Der häufigste Grund für Schlafstörungen sind negative Gedanken und Aufregung. Vermeiden Sie daher den Kontakt mit allem, was Sie nur unnötig aufregt, zumindest eine Stunde vor dem Schlafen. Das könnte ein spannender Film sein, aber auch eine Person, die Sie regelmäßig auf die Palme bringt oder Sie emotional besonders intensiv beeinflusst. Gehen Sie schon aufgewühlt ins Bett ist es kein Wunder, dass der Schlaf einfach nicht eintreten will. Pflanzliche Hausmittel können zwar helfen, an sich selber zu arbeiten ist oft aber vor allem langfristig eine viel bessere Lösung. Fühlen Sie sich emotional nicht gut, während die Abend- oder sogar Nachtstunden schon begonnen haben, sollten Sie versuchen diese schlechten Gedanken gezielt zu eliminieren. Für jedes Problem gibt es schließlich eine Lösung und Rom wurde bekanntlich auch nicht an einem Tag erbaut. Ziehen Sie einen Schlussstrich unter schlechte Tage, Momente und Konversationen und fokussieren Sie sich stattdessen im positiven Sinne auf sich selber. Mit einem freien Kopf schläft es sich nicht nur besser, auch finden Sie so schneller in den Schlaf.

Weiterhin empfiehlt es sich, wenn Sie jegliche Form von elektronischen Displays vor dem Schlafen meiden. Besonders wenn Sie in der Dunkelheit oder nur bei schummrigen Licht sitzen, verhindern diese grell strahlenden Displays die Produktion von Melatonin. Wie in diesem Artikel schon festgestellt wurde, ist das natürliche Hormon aber wichtig, um in einen gesunden und tiefen Schlaf zu finden. Werden die Augen von einem Smartphone- und Tabletdisplay oder vom Monitor angestrahlt, kommt der Körper durcheinander. Er bekommt von diesen grellen Displays vorgetäuscht, dass es noch gar nicht Zeit zum Schlafen ist, weshalb sich keine Müdigkeit einstellen will oder diese wieder verfliegt, sobald Sie erst einmal im Bett liegen. Statt pflanzliche Hausmittel und Schlafmittel auszuprobieren, können Sie die natürliche Wirkung eines elektronikfreien Abends versuchen. Vielleicht stellen Sie fest, dass das Schreiben in Ihr Tagebuch (nicht elektronisch!) oder etwas aus dem Fenster schauen viel angenehmer und beruhigender ist, als von grellen Displays angeleuchtet zu werden.

Meditation und Yoga als weitere Hausmittel

Sowohl Yoga als auch Meditation sind besonders in den östlichen Ländern sehr beliebt. Zusehends erfreut sich aber auch der Westen an diesen Übungen, die Geist und Körper in Einklang bringen und damit vor allem eine beruhigende Wirkung haben sollen. Beim Yoga finden Sie unzählige Übungen, die sich beispielsweise bestimmten Körperpartien, generellen gesundheitlichen Problem oder einfach dem Abbau von Stress und schlechten Gedanken widmen. Mitunter werden viele Übungen anfänglich eine körperliche Herausforderung darstellen, das ist aber nicht schlecht, denn die völlig natürliche Variante sportlicher Aktivität bringt noch viele weitere Vorzüge mit sich: Eine gesteigerte Elastizität, trainierte Muskulatur, mehr Beweglichkeit und einen verbesserten Kreislauf. Zuletzt können Yoga-Übungen eine Alternative für pflanzliche Hausmittel liefern. Konzentrieren Sie sich dann vor allem auf Übungen, die zum Stressabbau dienen und das Nervensystem beruhigen sollen.

Selbiges trifft auf die Meditation zu. Bei der Meditation stehen körperliche Übungen nicht im Vordergrund, weshalb sie ideal für alle sind, die sich nicht zwingend körperlich betätigen wollen oder es nicht können. Statt pflanzliche Schlafmittel wie Baldrian einzunehmen, beruhigen Sie Ihren Kopf mit der Meditation. Eine Meditationseinheit dauert üblicherweise rund 15 bis 60 Minuten, für Anfänger empfehlen sich kürzere Einheiten, die ungefähr 20 bis 25 Minuten in Anspruch nehmen. Meist müssen Sie bei diesen Übungen nur sitzen oder liegen. Nicht selten stellt sich vor allem am Anfang schon so eine starke Müdigkeit ein, dass Sie mitunter direkt noch während der Meditation einschlafen. Bleiben Sie aber dran am Ball und nutzen Sie diese völlig natürliche und kostenfreie Option, um Schlafstörungen einmal auf eine andere Art und Weise anzugehen.

Generell gilt übrigens: Bevor pflanzliche Schlafmittel in den Fokus rücken, sollten Sie versuchen Ihre Energiespeicher zu entleeren. Tagsüber viel frische Luft tanken, reichlich Bewegung und regelmäßiger Sport sind immer gute Hausmittel, um Schlafstörungen gänzlich ohne Schlafmittel zu behandeln. Durch körperliche Aktivität verbraucht Ihr Körper Energie, was natürlich vorteilhaft ist, weil er dann so am Abend keine überschüssige Energie mehr hat. Als Option bieten sich beispielsweise der Gang ins Fitnessstudio oder einfach ein wenig Joggen aller zwei bis drei Tage an. Möglicherweise gefällt Ihnen eine bestimmte Sportart besonders gut und Sie können einem Verein in der Nähe beitreten.

Natürliche Hausmittel im Bett: Probieren Sie es mit White Noise oder ruhiger Musik!

Viele dieser Hausmittel werden vor dem Gang ins Schlafzimmer eingenommen oder angewandt und entfalten da schließlich ihre Wirkung. Es gibt aber auch das eine oder andere Hausmittel, welches Sie konkret erst im Bett nutzen können. Gemeint sind hier nicht pflanzliche Schlafmittel, die Sie da einnehmen, sondern Geräusche, die beruhigend auf das Gehirn einwirken. „White Noise“ ist eine Option. In die deutsche Sprache übersetzt bedeutet es soviel wie „weißes Rauschen“, wobei der Begriff im Deutschen so eng mit dem Ingenieurswesen und der Physik verwoben ist, dass die englische Bezeichnung häufiger Anwendung findet. Gemeint sind statische Geräusche, die als beruhigend empfunden werden. Darunter beispielsweise sanftes Meeresrauschen oder das Rauschen eines angeschalteten Ventilators. Die Gleichmäßigkeit dieser Geräusche kann Ihnen gegen Schlafstörungen helfen, da sie das menschliche Gehirn in eine Art Trance versetzt. Weiterhin hilft White Noise Störgeräusche auszublenden. So nehmen Sie beispielsweise sprechende Nachbarn oder Geräusche am Haus nicht mehr als so stark und störend wahr.

Eine weitere Option als Hausmittel mit starker Wirkung liefert beruhigende Musik. Hier sind die Möglichkeiten ganz vielfältig, im Endeffekt ist alles erlaubt, was Ihnen selber hilft. Deshalb ist es mitunter ratsam, wenn Sie ein wenig experimentieren. Es ist durchaus vorstellbar, dass Ihnen beruhigende Musik Ihrer Lieblingsband hilft, vielleicht sind es aber auch Hörbücher, die bei Ihnen schläfrige Gefühle hervorrufen. Ein Klassiker sind speziell auf das Schlafen ausgelegte Stücke, die teilweise noch von einer Stimme begleitet werden, die Ihnen in den Schlaf helfen soll. Das kommt der Meditation schon sehr nahe und ist als natürliche Alternative ebenso denkbar, wenn Sie nicht direkt pflanzliche Schlafmittel verwenden möchten. Vorteilhaft ist speziell bei der Musik und White Noise auch, dass sich keine konkrete Abhängigkeit einstellt. Wobei es natürlich durchaus passieren kann, dass Ihnen dann einmal etwas fehlt, wenn Sie in völliger Stille einschlafen müssen.

Schlafstörungen können vielfältig angegangen werden. Probieren Sie es selber aus!

Pflanzliche Schlafmittel wie Baldrian, natürliche Hausmittel und eine ganz unterschiedliche Wirkung: Eben weil so viele pflanzliche Alternativen und Hausmittel existieren, sollte der erste Griff bei Schlaflosigkeit nie zur Chemie führen. Die Nebenwirkungen, darunter eine Müdigkeit am Tag, Kopfschmerzen, Unwohlsein und generell die hohe Wahrscheinlichkeit der Abhängigkeit, machen solche chemischen Schlafmittel zu einer Gefahr. Haben Sie hingegen das Gefühl, dass Ihnen all diese Tipps aus dem Artikel nicht helfen und hält die Schlaflosigkeit teilweise sogar über mehrere Wochen an, sollten Sie durchaus alle Optionen mit nachgewiesener Wirkung in Erwägung ziehen. So ist es auch keinesfalls eine Schande oder eine Peinlichkeit, wenn Sie mit Schlaflosigkeit Ihren Hausarzt aufsuchen und diesen um weiteren Rat bitten.

Der Hausarzt wird Ihnen dann ebenfalls pflanzliche Schlafmittel empfehlen, bevor er wirklich zum Rezept greift. Deshalb ist es nur ratsam, wenn Sie das große Spektrum pflanzlicher und natürliche Mittel schon einmal im Vorfeld ausprobieren. Hilft das alles nichts, können Sie im allerletzten Schritt immer noch zu einer temporären Behandlung mit Medikamenten greifen, die dann ganz genau mit dem behandelnden Hausarzt abgesprochen wird. Dieser wird außerdem weitere Tests durchführen, beispielsweise ein großes Blutbild, um Indikatoren zu finden, warum die Schlafstörungen überhaupt vorliegen. Es muss nicht zwingend Stress oder eine mentale Belastung allgemein sein. Teilweise ist durchaus denkbar, dass der Körper in eine Schieflage geraten ist. Wird diese Ursache behandelt, verschwinden die Schlafstörungen in den meisten Fällen von ganz allein wieder. Ebenfalls sollten Sie sich selber bewusst machen, dass keine Schlafstörungen vorliegen, wenn Sie einfach ab und an einmal länger zum Einschlafen brauchen.

Natürliche Abführmittel

Vor allem in den Industrienationen handelt es sich bei Verstopfungen um ein weit verbreitetes Leiden, von dem Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Ist der Darm träge und kann nur unter Problemen und Schmerzen entleert werden und findet der Stuhlgang drei Tage lang nicht statt, wird von einer Obstipation, d. h. einer Verstopfung, gesprochen. Betroffene können Ihren Darm, wenn überhaupt nur durch starkes Pressen entleeren und haben stets das Gefühl, ihren Darm nur unvollständig entleert zu haben. Dauert dieser Zustand über einen längeren Zeitraum, d. h. länger als drei Monate, an, wird von einer chronischen Verstopfung gesprochen. Handelt es sich zudem um eine schwere Form der Verstopfung, kann der Stuhlgang sogar bis zu zwei Wochen ausbleiben.

Anders gestaltet sich dies im Idealfall, denn dann setzt der Stuhlgang jeden Tag zur gleichen Zeit ein, wobei die Entleerung ohne starkes Pressen, ohne Schmerzen und ohne Blähungen erfolgt. Demnach weisen gesunde Menschen einen weichen, geformten Stuhl von mittelbrauner Farbe auf. Dabei sollte der Stuhl weder an After oder Toilettenschüssel kleben noch einen stinkenden Geruch aufweisen. Über einen derartigen als ideal zu bezeichnenden Stuhl und Stuhlgang verfügen in den zivilisierten Gesellschaften allerdings nur noch wenige Menschen.

Tritt eine Verstopfung plötzlich auf, also verschlechtern sich Stuhl und Stuhlgang innerhalb einer kurzen Zeit, ohne dass es zu einer Umstellung der Lebensweise oder der Ernährung kam, sollte nach organischen Ursachen gesucht werden. Diese können von einer Schilddrüsenunterfunktion über Erkrankungen der Bauchorgane bis hin zu einem Darmtumor reichen. Und auch die Einnahme von Medikamenten kann zu einer Verstopfung führen – gibt der Beipackzettel über diese mögliche Nebenwirkung keine Auskunft, sollten Sie sich mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Häufig werden Verstopfungen durch bestimmte Aspekte der Lebensumstände oder des Lebensstils wie zum Beispiel eine ungenügende Flüssigkeitszufuhr, Schwangerschaft, höheres Alter, Fehlernährung, Bewegungsarmut, Reisen, Klimaänderungen oder aber psychische Faktoren ausgelöst.

Verstopfung: Mögliche Ursachen und Erkrankungen

Bei einer habituellen Verstopfung handelt es sich nicht um eine Krankheit, sondern vielmehr um ein Symptom dafür, dass irgendetwas im Körper nicht in Ordnung ist. Ärzte sprechen in der Regel dann von einer Verstopfung, wenn :

  • eine Person weniger als dreimal in der Woche ihren Darm entleert
  • beim Stuhlgang stark pressen muss der Stuhl im Darm klumpig und hart ist

Wer unter Verdauungsproblemen leidet, hat in der Regel auch andere Beschwerden wie zum Beispiel Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Druckgefühle.

Handelt es sich nicht um eine habituelle, sondern um eine chronische Verstopfung, ist diese meist mit einem hohen Leidendruck verbunden. Treten über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten lediglich unbefriedigende Stuhlentleerungen auf, wird in Fachkreisen von chronischer Obstipation gesprochen. Personen, die unter einer chronischen Verstopfung leiden, weisen in der Regel mindestens zwei der folgenden Leitsymptome bei einem Viertel ihrer Stuhlentleerungen auf:

  • harter oder klumpiger Stuhl
  • starkes Pressen
  • das Gefühl einer unvollständigen Entleerung
  • das Gefühl eines Verschlusses (Obstruktion)
  • weniger als drei Stuhlgänge wöchentlich
  • mit der Hand bei der Stuhlentleerung nachhelfen

Ein harter Stuhlgang ist nicht selten. Grundsätzlich treten Obstipationen mit zunehmendem Alter immer häufiger auf. Vor allem Menschen, die über 60 Jahre alt sind, leiden oft unter Verstopfung, wobei etwa doppelt so häufig Frauen von Verdauungsschwierigkeiten betroffen sind als Männer.
Für Verstopfungen gibt es viele verschiedene Ursachen. Im Folgenden werden die wichtigsten kurz vorgestellt.
Die chronisch habituelle Obstipation
Eine chronisch habituelle Obstipation resultiert aus einer Darmfunktionsstörung. Die jeweiligen Ursachen können differieren: Neben einer zu geringen Flüssigkeitszufuhr, Bewegungsmangel oder einer ballaststoffarmen Ernährung kann auch das häufige Unterdrücken des Stuhlgangreizes beispielsweise aus Zeitnot eine Ursache für eine habituelle Verstopfung sein. Auf der anderen Seite müssen die genannten Faktoren nicht zwangsläufig zu einer Obstipation führen, denn auch bei optimalen Lebens- und Ernährungsbedingungen kann es zu einem trägen Darm kommen.

Das Reizdarmsyndrom

Personen, die unter dem Reizdarmsyndrom leiden, haben abwechselnd mit Verstopfungen und Durchfall zu kämpfen.

Die situative oder vorübergehende Obstipation

Eine situative Obstipation tritt in spezifischen Situationen wie zum Beispiel bei Bettlägerigkeit, Schichtarbeit oder fieberhaften Erkrankungen auf. Auch das Verzehren ungewohnter Nahrungsmittel etwa auf Reisen kann zu einer vorübergehenden Verstopfung führen.

Die medikamentenbedingte Obstipation

Unterschiedliche Medikamente können der Auslöser von Obstipation sein. Zu diesen gehören beispielsweise aluminium- und kalziumhaltige Präparate gegen Sodbrennen, Eisenpräparate, Opiate, d. h. starke Schmerzmittel sowie codeinhaltige Arzneien gegen Husten, Antidepressiva, Medikamente gegen Bluthochdruck und Anticholinergika, welche zur Behandlung von Asthma, Parkinson, Inkontinenz oder einer Reizblase eingesetzt werden.

Störungen des Elektrolythaushaltes

In bestimmten Fällen wird Kaliummangel, auch als Hypokaliämie bezeichnet, durch die zu häufige Verwendung von Abführmitteln verursacht und führt zu Verstopfungen. Daneben können Verdauungsprobleme allerdings auch durch einen Kalziumüberschuss, d. h. Hyperkalzämie, hervorgerufen werden.

Obstipation aufgrund organischer Darmerkrankungen

Differente Erkrankungen des Darms können zu Schmerzen und Problemen bei der Darmentleerung führen. Zu diesen zählen zum Beispiel (entzündete) Ausstülpungen des Darms (Divertikel bzw. Divertikulitis), Analfissuren, Analabszesse, Darmpolypen, Morbus Crohn (eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung), schmerzhafte Hämorrhoiden, das Herausrutschen des Mastdarms aus dem After sowie Darmkrebs.

Obstipation durch Nervenstörungen

Nervenstörungen, die beispielsweise durch Diabetes mellitus, multiple Sklerose oder Parkinson hervorgerufen werden, können zu Verstopfungen führen.

Hormonbedingte Obstipation

Verstopfungen können auch infolge von Störungen des Hormonhaushaltes auftreten. Diese können unter anderem durch Diabetes, eine Unterfunktion der Schilddrüse, eine Überfunktion der Nebenschilddrüse oder aber eine Schwangerschaft hervorgerufen werden

Obstipation in der Schwangerschaft

Durch die erhöhte Hormonproduktion in der Schwangerschaft wird auf der einen Seite die Versorgung des ungeborenen Kindes gesichert, auf der anderen Seite allerdings die Darmaktivität gedrosselt. Aus diesem Grund leiden zahlreiche Schwangere unter Verstopfungen.

Obstipation bei Babys & Kleinkindern

Bei Kindern liegt im medizinische Sinne dann eine Verstopfung vor, wenn es maximal einmal wöchentlich einen trockenen, harten und meist auch mit Schmerzen verbundenen Stuhlgang aufweist. Zu den häufigsten Ursachen für eine Obstipation bei Babys und Kleinkindern sind die folgenden zu rechnen:

Fehlernährung

Ebenso wie bei erwachsenen Menschen sind Probleme beim Stuhlgang bei Kindern häufig durch einen Mangel an Flüssigkeit, Bewegung und Ballaststoffen bedingt. Zudem kann der Darm von Kindern durch einen zu häufigen Verzehr von Süßigkeiten wie Schokolade, Kuchen, Weißbrot oder Bananen belastet werden.

Die Umstellung auf feste Nahrung

Babys leiden häufig dann unter Verstopfungen, wenn ihre Ernährung von (Mutter-)Milch auf Beikost bzw. Breimalzeiten umgestellt wird.

Veränderungen des Tagesablaufs

Kommt es beispielsweise durch Stresssituationen, Reisen oder Bettlägerigkeit aufgrund von Erkrankungen zu Änderungen des gewohnten Tagesablaufs, können auch bei Kindern Verdauungsprobleme auftreten.

Ein wunder Po

Durch einen wunden Po werden Schmerzen beim Entleeren des Darms verursacht, so dass Kinder versuchen den Stuhl zurückzuhalten. Problematisch ist, dass durch eine längere Verweildauer des Kots im Darm der Stuhl härter und trockener wird, wodurch sich die Entleerung noch schwieriger gestaltet und weitere (Schleim-)Hauteinrisse verursachen kann. Versuchen Kinder den Stuhlgangreiz dann weiterhin zu unterdrücken, kann sich eine chronische Obstipation entwickeln.

Die Einnahme von Antibiotika

Verstopfungen werden bei Kindern häufig durch die Einnahme von Antibiotika verursacht.

Die Entwöhnung von der Windel

Während der Entwöhnungsphase von der Windel kann es bei Kleinkindern zu sogenannten Lernverstopfungen kommen.

Laktoseintoleranz

Eine Obstipation kann bei Kindern auch die Folge einer Laktoseintoleranz, d. h. einer Milchzuckerunverträglichkeit, sein.

Morbus Hirschsprung

Bei Morbus Hirschsprung handelt es sich um eine erbliche Darmkrankheit, die in einer milden Form bereits im Vorschulalter zu chronischen Obstipationen führen kann. Kinder, die unter dieser Krankheit leiden, entleeren lediglich alle fünf bis sieben Tage ihren Darm. Hierzu sind teilweise Einläufe, teilweise aber auch weitere Maßnahmen nötig.

Unsere Tipps bei Verstopfung: Diese Maßnahmen können helfen
Um einer habituellen Verstopfung vorzubeugen oder sie zu lindern, können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden. Im Folgenden finden Sie einige hilfreiche Tipps:

  • Tipp 1: Achten Sie auf eine ballaststoffreiche Ernährung. Verzehren Sie viel Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte.
  • Tipp 2: Nehmen Sie sich Zeit beim Essen und kauen Sie die Nahrung gut, denn bereits hierdurch können Sie Ihre Verdauung anregen.
  • Tipp 3: Sorgen Sie für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens eineinhalb bis zwei Litern Wasser, Mineralwasser oder ungesüßtem Tee täglich. Trinken Sie mehr, hat dies keinen Einfluss auf eine mögliche oder bestehende Verstopfung.
  • Tipp 3: Versuchen Sie Bewegungsmangel zu vermeiden. Dies ist vor allem im Alter von Relevanz, denn dann besteht häufig ein Zusammenhang zwischen Verstopfungen und zu wenig Bewegung.
  • Tipp 4: Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für Ihren Gang zur Toilette und unterdrücken Sie niemals Ihren Stuhlgang.
  • Tipp 5: Versuchen Sie regelmäßig zur Toilette zu gehen und Ihren Darm daran zu gewöhnen. Dabei kann der Gang zur Toilette beispielsweise nach dem Frühstück erfolgen. Auch wenn Sie Ihren Darm nicht entleeren können, sollten Sie etwa zehn Minuten auf der Toilette sitzen bleiben. Häufig tritt ein Gewöhnungseffekt ein, so dass der Körper diesen Zeitpunkt später zur Entleerung des Darms nutzt.
  • Tipp 6: Achten Sie darauf regelmäßige Ruhepausen einzulegen und sich zu entspannen. Unter Stress wird die Tätigkeit des Darms vermindert. Mögliche Methoden zur Entspannung sind Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung.

Abführmittel: Das sollten Sie wissen

Abführmittel, im medizinischen Kontext als Laxanzien bezeichnet, dienen zur Behandlung von Verstopfungen. Der Begriff „Abführmittel“ sagt dabei bereits aus, was das Präparat bewirkt, es führt ab. Mit anderen Worten: Abführmittel beschleunigen die Darmpassage und führen zu einer Entleerung des Darms. Anzumerken ist, dass durch Laxantien nicht die Verdauungsleistung an sich gefördert wird, d. h., sie wirken sich nicht auf die Verdauungsprozesse aus. Vielmehr sorgen sie für eine Beschleunigung der Stuhlentleerung also von bereits verdauten Darminhalten.

Historischer Exkurs: Die Geschichte der Abführmittel

Bereits 2400 v.Chr. wurden Abführmittel eingesetzt. Damals wurde im Alten Ägypten und in Mesopotamien aus den Samen des Wunderbaums Rizinusöl gewonnen uns als Abführmittel eingesetzt.

Knapp 1000 Jahre später, nämlich um 1500 v. Chr., wurden von den Assyrern ballaststoffreiche Nahrungsmittel wie Kleie und auch saline Abführmittel eingesetzt, um den Wassergehalt im Darmtrakt zu steigern.

Auch die alten Griechen sollen, und zwar bereits vor Hippokrates (um 460 v. Chr. bis ca. 370 v. Chr.) den Milchsaft der Wurzel der Purgierwinde (Convolvulus scammonia) getrocknet und als Abführmittel verwendet haben.

Grundsätzlich wurden Abführmittel, und zwar von der Antike bis in die Neuzeit, im Zuge purgierender, d. h. reinigender, Therapien eingesetzt. Neben dem bereits erwähnten Rizinusöl bediente man sich auch anderer pflanzlicher Mittel wie weißem und schwarzem Nieswurz und spezifischer Aloe- und Wolfsmilcharten. Zudem gelangten aus dem Orient Alexandrinische Senna und Rhabarber als Heil- bzw. Abführmittel in die Medizin des christlichen Mittelalters.

Arten & Wirkprinzipien von Abführmitteln

Im Folgenden werden die verschiedenen Arten von Abführmitteln sowie deren Wirkprinzipien genauer erläutert. Zu diesen zählen neben Füll- und Quellmitteln auch hydragoge Abführmittel, Gleitmittel, Stimulantien und osmotisch wirkende Abführmittel.

Füll- und Quellmittel

Bei Quell- und Füllmitteln handelt es sich um Substanzen, die aufgrund ihrer Quellfähigkeit Flüssigkeiten binden können. Auf diese Weise wird eine hohe Volumenzunahme erreicht, wodurch auf die Darmwand ein Dehnungsreflex ausgeübt wird und die Darmbewegungen zu einer intensiven Tätigkeit angeregt werden. Sollten Sie Füll- oder Quellmittel einnehmen, müssen Sie unbedingt auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten, um einer Verkleisterung im Darm vorzubeugen. Zu den Füll- und Quellmitteln zählen sowohl Hausmittel wie Kleie und Flohsamen als auch chemische Substanzen wie Zellulosederivate.

Füll- und Quellmittel weisen die folgenden Vor- und Nachteile auf:

Vorteile

  • lokal im Darm wirksam
  • die Substanzen werden nicht resorbiert, sie gelangen also nicht in das Blut
  • bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr keine Nebenwirkungen

Nachteile

  • Wirkungslosigkeit, wenn organische Darmerkrankungen vorliegen
  • können Blähungen verursachen

Osmotisch wirkende Abführmittel

Bei osmotisch wirkenden Abführmitteln handelt es sich um Substanzen, die eine Verschiebung der Flüssigkeit vom Blut des Darmes in das Gewebe des Darmes verursachen. Auf diese Weise kommt es zu einer Vergrößerung des Volumens des Speisebreis und zu einer Verflüssigung des Darminhaltes. Nehmen Sie osmotisch wirkende Abführmittel ein, sollten Sie unbedingt darauf achten, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Auf diese Weise kann der Flüssigkeitsverlust der Blutgefäße sowie des Gewebes wieder ausgeglichen werden. Zu den osmotisch wirkenden Abführmitteln zählen Bittersalz (Magnesiumsulfat), Glaubersalz (Natriumsulfat), Lactose (Milchzucker) und Lactulose.

Die Vor- und Nachteile osmotisch wirkender Abführmittel im Überblick:

Vorteile

  • dient zur kurzfristigen Darmreinigung
  • vollständige Entleerung zum Beispiel vor Operation möglich

Nachteile:

  • mögliche Mineralstoff- und Vitaminverluste
  • möglicherweise Wirkungsabschwächung von Medikamenten wie zum Beispiel der Anti-Baby-Pille)
  • teilweise Aufnahme vom Organismus
  • diverse Kontraindikationen wie zum Beispiel Bluthochdruck

Hydragoge Abführmittel

Mit dem Begriff „hydragog“ werden Substanzen bezeichnet, die das Einströmen von Wasser in Darm und Darmwand fördern. Hydragoge Abführmittel sorgen für eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmwand-Kittleisten. Zu beachten ist, dass zahlreiche hydragoge Abführmittel zu Schleimhautirritationen bzw. Schleimhautreizungen führen (können). Beispiele für hydragoge Abführmittel sind Sennesblätter, Rizinusöl, Faulbaumrinde, Aloe- und Antrachinonderivate sowie synthetische Abführmittel, die die Wirkstoffe Natriumpicosulfat oder Bisacodyl enthalten.

Die Vorteile synthetischer Abführmittelnd sind:

  • eine zuverlässige Wirkung
  • gute Dosierbarkeit
  • Anregen der Darmbewegungen

Die Nachteile synthetischer Abführmittel sind:

  • ohne exakte Dosierung kann es zu Durchfall, Krämpfen und Elektrolytverlusten kommen
  • es können Gewöhnungseffekte eintreten

Die Nachteile anthrachinonhaltiger Mittel sind:

  • gehen häufig mit Krämpfen einher
  • können Durchfall erzeugen
  • führen häufig zu Elektrolytverlusten
  • können Darmreizungen verursachen
  • können Funktionsstörungen in der Darmschleimhaut bedingen
  • können die Entstehung von Krebs fördern

Gleitmittel

Bei Gleitmitteln handelt es sich um oberflächenaktive, unverdauliche Stoffe, die zu einem Erweichen des Darminhaltes führen und diesen gleitfähig machen. Grundsätzlich sollten Gleitmittel – wenn überhaupt – lediglich über einen sehr kurzen Zeitraum angewendet werden. Zu den Gleitmitteln zählen Glycerin und Paraffinöl. Bei der Einnahme von Glycerin sollte bedacht werden, dass Personen, die sehr empfindlich sind oder deren Schleimhaut vorgeschädigt ist, unter Reizungen der Enddarmschleimhaut leiden können. Bei der Einnahme von Paraffinöl bestehen die möglichen Nebenwirkungen in einem niedrigen Calcium- und Kaliumspiegel. Wird eine hohe Dosis verabreicht, können Schäden der Haut im Analbereich die Folge sein. Wird Paraffinöl dauerhaft angewendet, kann es zu Ablagerungen von Paraffin im Organismus kommen.

Hausmittel und natürliche Abführmittel gegen Verstopfungen

Sie leiden unter Verstopfungen? Dann sollten Sie nicht sofort ein chemisches Abführmittel anwenden, sondern zuerst versuchen, Ihre Verdauung auf natürlichem Wege wieder in Schwung zu bringen. Wir geben Ihnen einige Tipps, welche natürlichen Abführmittel und Hausmittel bei Verstopfungen helfen können.

Sollten die oben bereits genannten Maßnahmen wie zum Beispiel eine Ernährungsumstellung, ausreichend Flüssigkeits- und Ballaststoffzufuhr, viel Bewegung usw. nicht zielführend sein, sollten Sie auf natürliche Hausmittel gegen Verstopfungen setzen. Zu diesen zählen:
Trockenfrüchte wie Feigen, Dattel, Aprikosen oder Pflaumen; hilfreich ist es, wenn Sie die Früchte in Wasser einweichen, über Nacht ziehen lassen und am Morgen verzehren.

  • Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen
  • Sauerkraut oder Sauerkrautsaft
  • Pflaumensaft
  • Birnensaft
  • Kiwis

Auf Nahrungsmittel wie Kakao und Bananen sowie Weißmehlprodukte sollten Sie dagegen weitestgehend verzichten.Sollten diese natürlichen Hausmittel nicht die gewünschte Wirkung zeigen, bietet sich der Einsatz von Quellmitteln an. Bei der Einnahme dieser natürlichen Abführmittel ist es wichtig, dass Sie ausreichend Trinken, denn Flohsamen, Leinsamen und Co. quellen im Darm auf. Meist können Quellmittel auch über einen etwas längeren Zeitraum angewendet werden, ohne dass sich negative Folgen für die Gesundheit einstellen.

Sollten Sie während der Einnahme von Quellmitteln noch weitere Medikamente einnehmen, kann die Wirkung der Arzneien verzögert, möglicherweise sogar gehemmt werden. Sinnvoll ist es deshalb die parallele Einnahme von Quellmitteln und Medikamenten zu vermeiden oder einen Arzt zu konsultieren.

Pflanzliche Abführmittel – Das sollten Sie wissen

Obschon pflanzliche Heilmittel im Allgemeinen den Ruf genießen besonders bekömmlich und mild zu sein, ist dies bei bestimmten Produkten nicht der Fall. Dies nämlich beispielsweise dann, wenn die pflanzlichen Abführmittel über den Wirkstoff Anthrachinon verfügen. Diese Mittel gegen Verstopfung wie zum Beispiel Arzneien aus Sennesblättern, Faulbaumrinde, Rhabarber und Aloe können zu schweren Nebenwirkungen führen.
Aus diesem Grund dürfen anthrachinonhaltige Abführmittel heute nur noch für eine sehr kurze Zeit verwendet werden. Und dies auch nur, wenn Sie unter Verstopfungen leiden. Ausschließlich zur Forderung der Verdauung werden derartige Mittel aktuell nicht mehr verabreicht.

Flohsamen – Das natürliche Hausmittel bei Durchfall und Verstopfung

Der sogenannte indische Flohsamen (Plantago ovata) wird der Gattung der Wegeriche zugerechnet und wird vor allem an der afrikanischen Mittelmeerküste, in Afghanistan, Pakistan, Indien und Arabien angebaut. Dabei handelt es sich um eine krautige einjährige Pflanze, die eine Wuchshöhe von bis zu 20 Zentimetern erreicht und nicht verholzt. Flohsamen gehören zu den Heilpflanzen, wobei der Name darauf zurückzuführen ist, dass die reifen Samen der Pflanze aus der Fruchtkapsel wie hüpfende Flöhe springen und die Flohsamen zudem wie Flöhe anmuten.
Natürliche Flohsamen existieren in differenten Formen, deren jeweilige Anwendung sowohl von den persönlichen Vorlieben als auch der gewünschten Wirkung abhängt:

Ganze Flohsamen
Entscheiden Sie sich für die Anwendung ganzer Flohsamen müssen Sie das natürliche Abführmittel vor der Anwendung gegen Verstopfung einweichen, so dass eine eingedickte Masse entsteht. Obschon die Konsistenz der entstandenen Masse eher unappetitlich wirkt, weisen vor allem die Schalen von Flohsamen die notwendigen Quelleigenschaften auf. Entsprechend ist die Verwendung ganzer Flohsamen sinnvoll.

Flohsamenschalen
Aufgrund der Tatsache, dass in den Flohsamenschalen zahlreiche wertvolle Schleimstoffe enthalten sind, weisen sie einen enormen Nutzen und damit Beitrag für die Gesundheit Ihres Darms auf. Deshalb werden vorrangig Flohsamenschalen gegen eine Verstopfung verwendet, damit sich der Darm entleeren kann.

Flohsamenschalenpulver
Flohsamenschalenpulver wird aus vermahlenen Flohsamenschalen hergestellt und besitzt alle wertvollen Inhaltsstoffe derselben. De facto sind die fein gemahlenen, d. h. zu Pulver verarbeiteten, Flohsamenschalen sehr gut dosierbar, so dass Sie die Flohsamen problemlos einnehmen.

Gemahlene Flohsamen in Kapselform
Gemahlene Flohsamen sind auch in Kapselform erhältlich und können bequem wie alle anderen Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Einziges Manko: Flohsamenkapseln sind etwas teurer in der Anschaffung. Unser Tipp: Die Verwendung von Flohsamenschalen sowie aus diesen gewonnenem Pulver hat eine höhere Wirkkraft als die Verwendung ganzer Flohsamen sowie von Flohsamenkapseln. Allerdings sollten am Ende Sie entscheiden, mit welcher Art von Flohsamen Sie sich am wohlsten fühlen.

Flohsamen – ein natürliches Abführmittel

Flohsamen sind gegen Verstopfung aufgrund der spezifischen Inhaltsstoffe besonders wirksam. So enthält die Pflanze viele Ballast- und Schleimstoffe. 100 Gramm Flohsamen weisen circa 84 Gramm an Ballaststoffen auf. Hieraus resultiert auch die Wirkung der Pflanze, denn die Ballaststoffe quellen in Wasser stark auf. De facto können sie bis zum 50-fachen ihres Eigengewichts an Wasser aufnehmen. Auf diese Weise haben sie im Magen-Darm-Trakt nicht nur eine regulierende Wirkung, sondern sorgen auch dafür, dass die Darmperistaltik angeregt wird.

Im Darm selbst sorgen diese Schleimstoffe dafür, dass durch ein sanftes Hindurchgleiten Verdauungsprobleme beseitigt oder zumindest gelindert werden. Dabei dient das natürliche Hausmittel vor allem dazu Durchfall zu beseitigen und Verstopfungen zu lösen.

Durch die hohe Wasserbindungsfähigkeit von Flohsamen wird der Inhalt des Darms verdickt und der Stuhl formbar, so dass Durchfall gelindert oder sogar beseitigt wird. Zugleich kommt es zu einer Vergrößerung des Stuhlvolumens – entsprechend helfen Flohsamen auch bei Verstopfungen. Nehmen Sie Flohsamen über eine längere Zeit ein, kommt es zur Regulierung der Darmtätigkeit.

Auch in Bezug auf das Reizdarmsyndrom zeigen Flohsamen Wirkung. Dies vor allem, wenn es verstärkt zu Durchfällen kommt, denn dann setzt die eben beschriebene Wirkweise ein. Flohsamen sorgen auch dafür, dass durch den Körper vermehrt Nährstoffe aufgenommen werden, die der Organismus infolge von Durchfall verliert. Auf diese Weise tragen Flohsamen dazu bei, die Verdauung sowie die Verdauungsorgane – allen voran den Darm – zu stärken.

So wenden Sie Flohsamenschalen im Alltag an

Grundsätzlich können Sie täglich eine Menge von 10 bis 40 Gramm ganzer Flohsamen verzehren. Zur Einnahme sollten Sie einen Teelöffel des natürlichen Hausmittels in Wasser vorquellen lassen. Nachdem Sie die die Flohsamen zu sich genommen haben, sollten sie zudem zwei Gläser Wasser trinken.

Möchten Sie Ihren Darm lediglich reinigen oder sanieren, kann eine Gesamtmenge zwischen fünf und 15 Gramm Flohsamenschalen bereits ausreichen. Vor allem zu Beginn ist es sinnvoll, mit ein bis zwei Teelöffeln Flohsamen zu starten, um Ihrem Körper einen sanften Einstieg zu ermöglichen.
Damit die Quellfähigkeit von Flohsamenschalen gewährleistet wird, sollten Sie das natürliche Abführmittel niemals in Milch einrühren, denn dann setzt der Quellvorgang nicht ein.

Zudem sollten Sie die Flohsamenschalen am Morgen, und zwar auf nüchternen Magen, zu sich nehmen. Ist dies aus irgendwelchen Gründen nicht möglich, sollte die Einnahme etwa 30 Minuten vor einer Mahlzeit erfolgen. Am Abend sollten Flohsamenschalen grundsätzlich nicht eingenommen werden. In der Regel sind Flohsamen gut verträglich, so dass die Einnahme auch über einen längeren Zeitraum erfolgen kann. Ab und zu stellen sich Appetitlosigkeit, Blähungen oder Völlegefühl ein. Zu stärkeren Nebenwirkungen oder sogar allergischen Reaktionen kommt es in der Regel nur selten. Sollten Sie dennoch Nebenwirkungen beobachten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Aber Achtung: Sind ihre Magen-Darm-Trakt oder Ihre Speiseröhre verengt, dürfen Sie Flohsamen nicht einnehmen. Gleiches gilt, sollten Sie unter einem schwer einstellbaren Diabetes oder aber einem Darmverschluss leiden. Möchten Sie Flohsamen mit anderen Lebensmitteln kombinieren, können Sie sie beispielsweise auf die folgenden Tipps zurückgreifen:

  • über grüne Salate, Müsli oder Obstsalate streuen
  • um Cremes, Desserts oder Suppen zu verdicken
  • zum Panieren von Fleisch, Fisch oder Gemüse
  • in Fruchtsäfte einrühren
  • um glutenfrei zu Backen

Leinsamen – natürlich Abführen

Soll die Verdauung angeregt und der Darm gestärkt werden, sollten Sie auf Leinsamen nicht verzichten. Die in Leinsamen (Linum usitatissimum) enthaltenen Schleim- und Ballaststoffe fördern sind nicht nur verdauungsfördernd, sondern schützen auch den Magen-Darm-Trakt. Hinzu kommt, dass Leinsamen reich an Omega-3-Fettsäuren sind und über weitere wertvolle Inhaltsstoffe verfügen.

Bei Leinsamen, die auch als Leinsaat bezeichnet werden, handelt es sich um die Samen der Flachspflanze, die zu den ältesten Nutzpflanzen der Menschen zählt. Bereits seit mehr als 5000 Jahren werden Leinsamen verwendet und finden sich beispielsweise in Lebensmittel wie Brot, Müsli und Backwaren, aber auch in Quark, Kartoffelgerichten und Salaten. Auch das aus den Leinsamen gewonnene Leinöl findet weltweit Einsatz.
Obschon die Flachspflanze ursprünglich im Vorderen Orient sowie dem Mittelmeerraum angebaut wurde, findet sie sich heute rund um den Globus. Auch in Europa, vor allem in Frankreich, Belgien und den Niederlanden wir Lein in größeren Mengen angebaut.

Leinsamen verfügt über wertvolle Inhaltsstoffe

In der aktuellen Debatte um heimische Superfoods spielt Leinsamen eine bedeutende Rolle, denn er verfügt über zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe:

Antioxidantien, um freie Radikale zu bekämpfen, dem Alterungsprozess entgegenzuwirken und Krankheiten vorzubeugen Omega-3-Fettsäuren, die:

  • entzündungshemmend wirken
  • positive Effekte auf das Herz, die Blutfettwerte
  • die Gelenk- und Knorpelfunktion sowie den Stoffwechsel haben
  • Demenz und Zellalterung vorbeugen
  • das Gedächtnis und die Konzentrationsleistung fördern
  • das Risiko an Diabetes oder Bluthochdruck zu erkranken senken
  • um die Darmgesundheit zu stärken und die Verdauung zu regulieren und in Schwung zu halten
  • pflanzliche Proteine, denn 100 Gramm Leinsamen enthalten 20 Gramm pflanzliches Eiweiß
  • mineralstoffreich, in Leinsamen finden sich Zink, Eisen, Mangan, Kalzium, Selen und Kalium
  • Vitamine, zum Beispiel die Vitamine A, B und E

Leinsamen als natürliches Abführmittel gegen Verstopfung und Durchfall

Neben den zahlreichen anderen positiven Eigenschaften von Leinsamen, ist es ein ausgezeichnetes Mittel, um die Verdauung zu fördern. Bei Leinsamen handelt es sich um ein Quellmittel, wobei das Quellvermögen auf die zahlreichen Ballaststoffe zurückzuführen ist.

Nehmen Sie Leinsamen zu sich, quellen die Samen in Ihrem Dickdarm und das Zwei- bis Dreifache Ihres ursprünglichen Volumens auf. Auf diese Weise kommt es zu einer Vergrößerung des Stuhlvolumens und einer Verstärkung der Darmperistaltik. Infolge entfaltet Leinsamen seine abführende Wirkung und kann dabei helfen, selbst schwerere Verstopfungen zu losen.

Aufgrund der Tatsache, dass die in Leinsamen enthaltenen Schleimstoffe den Inhalt des Darmes besonders weich und gleitfähig machen, wird der Stuhlgang erleichtert. Auch im Fall gereizter oder sogar entzündeter Schleimhäute bieten die Schleimstoffe des Leinsamens eine schützende und abheilende Wirkung. Aufgrund ihrer ausgezeichneten Wirkweise kommen Leinsamen auch in der Medizin, beispielsweise bei Reizdarm oder chronischen Verstopfung, zum Einsatz.

Tipps zum Einsatz und Verzehr von Leinsamen

Leinsamen oder Leinöl können Sie mit zahlreichen Speisen kombinieren. Im Folgenden geben wir Ihnen einige Tipps, wie Sie Leinsamen in Ihren Speiseplan integrieren können:

  • streuen Sie einen Teelöffel Leinsamen in Joghurt, Quark, Müsli oder über den Salat und Obstsalat, so dass die natürliche Substanz zur Regulation des Fettsäuregehaltes beiträgt
  • streuen Sie gemahlene Leinsamen über Fisch-, Fleisch-, Kartoffel- oder Gemüsegerichte ebenso wie über ein belegtes Brot

um eine abführende Wirkung zu erzielen, sollten Sie einen Esslöffel nicht zerkleinerter Leinsamen wie oben beschrieben zu sich nehmen, gleiches gilt um die Beschwerden einer Gastritis oder Darmentzündung zu mildern, lassen Sie die nicht zerkleinerten Leinsamen hierfür in einem Glas Wasser ziehen, gießen Sie die Flüssigkeit ab und verzehren Sie im Anschluss den Schleim. Achten Sie beim Verzehr von Leinsamen und Leinöl bitte stets darauf, ausreichend zu trinken. Zudem sollten beide Nahrungsmittel stets trocken und dunkel aufbewahrt werden.

Medikamente gegen Verstopfung

Wie bereits erläutert sollten Medikamente gegen Verstopfung erst dann eingenommen werden, wenn alle anderen Optionen wie zum Beispiel die Änderung des Lebensstiles (mehr Bewegung, weniger Stress), die vermehrte Zufuhr von Ballaststoffen sowie der Einsatz weiterer natürlicher Hausmittel nach einem Zeitraum von mindestens einem Monat wirkungslos geblieben sind.

Medikamente gegen Verstopfung, die Laxantien, werden in der Regel oral appliziert, d.h. über den Mund eingenommen. Laxantien finden sich als Sirup, Tropfen oder Tabletten, teilweise auch in Zäpfchenform oder als Klistier, so dass sie über den After direkt in den Darm eingeführt werden.
Sollte Ihre Verstopfung über einen längeren Zeitraum anhalten, sollten Sie zwingend einen Arzt konsultieren, denn sollten Abführmittel unsachgemäß angewendet werden, d.h. entweder zu lange eingenommen oder aber zu hoch dosiert, können Sie (schwere) Nebenwirkungen hervorrufen.

Verstopfung: Wann sollten Sie einen Arzt konsultieren

In der Regel kann eine habituelle Verstopfung ohne die Hilfe eines Arztes beseitigt werden. Treten ein harter, schmerzhafter Stuhlgang und Verdauungsprobleme allerdings häufiger oder aber über einen längeren Zeitraum auf, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Sollten Sie unter einer akuten Verstopfung leiden, die mit Gewichtsverlust oder Blut im Stuhl einhergeht, sollten Sie Ihren Arzt umgehend konsultieren!

Um herauszufinden, wodurch Ihre Verstopfung hervorgerufen wird, erfolgt eine ausführliche Anamnese, d.h., der Arzt befragt Sie in Bezug auf Ihre Beschwerden, Ihre Krankengeschichte sowie Ihre Lebensgewohnheiten inklusive Ihres Ess- bzw. Ernährungsverhaltens. Bei einem Arztbesuch sollten Sie demnach unter anderem die folgenden Fragen beantworten können:

  • Wie häufig haben Sie Stuhlgang?
  • Welche Konsistenz und Farbe hat Ihr Stuhl?
  • Haben Sie beim Stuhlgang Schmerzen?
  • Seit wann leiden Sie unter diesen Beschwerden
  • Nehmen Sie (regelmäßig) Medikamente ein?

Kann der Arzt aufgrund der Anamnese nicht auf die Verstopfungsursache schließen, erfolgt Im Anschluss zwingend eine ausführliche körperliche Untersuchung, um die mögliche Ursache zu bestimmen. Zu diesen Untersuchungen gehören zum Beispiel:

  • körperliche Untersuchung, bei chronischen Verstopfungen inklusive des Anus
  • Blutuntersuchungen, um auf Diabetes, eine Schilddrüsenunterfunktion oder eine Leberzirrhose als Ursachen ausschließen zu können
  • Darmspiegelung, um das Reizdarmsyndrom, Darmausstülpungen, entzündete Darmausstülpungen, Darmpolypen oder aber Darmkrebs als Auslöser ausschließen zu können
  • Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse, um eine Schilddrüsenunterfunktion ausschließen zu können
  • Ultraschalluntersuchung, um zu evaluieren, ob eine möglicherweise Leberzirrhose besteht
  • Bauchspiegelung, ebenfalls zur Diagnose einer Leberzirrhose
  • Stuhluntersuchung, um Darmpolypen oder Darmkrebs ausschließen zu können

Hello world!

Welcome to WordPress. This is your first post. Edit or delete it, then start writing!